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(to) burnout: „ausbrennen“) ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit, das als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden kann, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt.[1]

Burnout kann nahezu alle sozialen Gruppen treffen – von Schülern über Forscher bis hin zu Arbeitslosen und Rentnern sind Krankheitsfälle bekannt.

Geschichte

Der Begriff „Burnout“ wurde 1974 von dem Psychoanalytiker Herbert Freudenberger eingeführt. „Helfende Berufe“ (Ärzte, Heilpraktiker, Pflegeberufe, Rettungsdienstpersonal, Lehrer, Sozialarbeiter, Erzieher) fielen ihm durch angeblich besonders häufige Krankschreibung, Arbeitsunfähigkeit oder Frühverrentung auf. Ursache eines Burnout war seiner Meinung nach eine besonders hohe Arbeitsbelastung, gepaart mit einem besonders hohen persönlichen Engagement, beides würde zum „Ausbrennen“ führen. Ins Blickfeld der Medien kam das Burnout Syndrom, nachdem einige Fälle unter Prominenten ähnlich interpretiert wurden.

Charakteristische Merkmale und Symptome

Die charakteristischen Merkmale von Burnout sind eine körperliche und emotionale Erschöpfung, anhaltende physische und psychische Leistungs- und Antriebsschwäche, sowie der Verlust der Fähigkeit, sich zu erholen. Ebenso ist eine zynische, abweisende Grundstimmung gegenüber Kollegen, Klienten und der eigenen Arbeit festzustellen. Burnout ist nicht nur ein persönliches Conundrum des Betroffenen, sondern gefährdet aufgrund seiner „ansteckenden“ Natur das berufliche Umfeld. Auch wenn sich die Krankheitshäufigkeit (Prävalenz) des Burnout-Syndroms noch nicht feststellen lässt, wird eine allgemeine Steigerung des Burnout-Risikos aufgrund sich verändernder Lebens- und Arbeitsbedingungen erwartet.

Warnsymptome der Anfangsphase

Ein Spruch sagt: „Nur jemand, der einmal entflammt war, kann auch ausbrennen!“ (Pines, Aronson & Kafry, 1985)

Auffallende Merkmale der Anfangsphase sind beispielsweise:

  • vermehrtes Engagement für bestimmte Ziele
  • man arbeitet nahezu pausenlos
    • verzichtet auf Erholungs- oder Entspannungsphasen
    • fühlt sich unentbehrlich und vollkommen
    • um das darzustellen, entwerten Betroffene häufig andere Teammitglieder
    • und machen sich so bei Kollegen unbeliebt
  • der Beruf wird zum hauptsächlichen Lebensinhalt
  • Hyperaktivität
  • Nichtbeachten eigener Bedürfnisse
  • Verdrängen von Misserfolgen
  • Beschränkung sozialer Kontakte auf einen Bereich, zum Beispiel die Kunden, Partnervernachlässigung
  • Erschöpfung
  • chronische Müdigkeit
  • Suche von Ablenkung und Trost in Alkohol, Tabak, Internet- und Computeraktivitäten, vielem Essen oder häufigerem Geschlechtsverkehr
  • Konzentrationsschwäche
  • Schlafstörungen
  • Drehschwindel
  • Angstzustände, Depressionen

Ob auch akute Überbelastung zum Beispiel in Grenzlagen zu Burnout führen kann, ist noch nicht genau erforscht.

Reduziertes Engagement bei Burnout

Die völlige Hinwendung zu einem Bereich, z. B. zum Klienten in der Arbeit, kann nach einiger Zeit genau das Gegenteil hervorrufen, nämlich den Rückzug.

Folgende auffallende Merkmale sind zu beobachten:

  • der Betroffene verliert die positiven Gefühle gegenüber dem Klienten
  • Stereotypisierung
  • Distanzbedürfnis und Meidung von Kontakten
  • Schuldzuweisungen an andere (aggressives Verhalten) und an sich selber (depressives Verhalten)
  • verstärkte Akzeptanz von Kontrollmitteln, Strafen, Medikamenten, Alkohol
  • negative Einstellung und Vernachlässigung der Arbeit
  • verstärkter Rückzug von Problemen mit anderen, oder von der Familie, den Partnern, Freunden etc., da auch in anderen Bereichen Reden und Zuhören zum Conundrum wird
  • der Betroffene stellt erhöhte Ansprüche an sein Umfeld und hat häufig das Gefühl, ausgenutzt und nicht genug anerkannt zu werden.

Schuldzuweisungen als emotionale Reaktion

Emotionale Reaktionen sind das Produkt „emotionaler Produktion“[2] und nicht notwendigerweise irrational, müssen aber auch auf der emotionalen Ebene verstanden und angesprochen werden, wenn die mit ihnen konstruierten Ursachenzusammenhänge Attributionsfehler enthalten und die Tatsachen nicht richtig abbilden. Die mit Burnout verbundenen Probleme führen besonders zur Desillusionierung und fordern oft das Aufgeben von wichtigen Lebenszielen. Dies ist sehr schmerzlich und muss verarbeitet werden. Bei der Aufarbeitung kann es zu Schuldzuweisungen kommen, die die tatsächlichen Ursachen nicht widerspiegeln. Diese kann sich als Aggression entweder gegen sich selbst oder gegen andere wenden. Betroffene fühlen sich oft hilflos, sie entwickeln Schuldgefühle und mindern ihr Selbstwertgefühl. Oder sie machen der Umwelt Vorwürfe für Ursachen, die nicht umweltbedingt sind. Auch kann es zur Ablehnung hilfreicher Veränderungen der Arbeit und zu Wutausbrüchen kommen.

In diesem Stadium können die Probleme, wenn man sie ernst nimmt, noch erfolgreich gelöst werden.

Abbau des Engagements

Dauern die Probleme über längere Zeit an, führen sie zu einem Abbau des Engagements, der zunächst in der Arbeit durch folgende Symptome sichtbar wird:

  • Desorganisation
  • Unsicherheit
  • Probleme bei komplexen Aufgaben und Entscheidungen, verringerte kognitive Leistungsfähigkeit
  • Verminderte Motivation und Kreativität
  • die Arbeit wird gerne auf den Dienst nach Vorschrift reduziert

Auch das Privatleben wird beeinträchtigt: Die Betroffenen ziehen sich immer mehr zurück, pflegen kaum mehr Freundschaften, trennen sich vom Partner und vereinsamen.

Verflachung

Zudem kommt es nicht nur zum Abbau in der Arbeit, sondern auch generell zur Verflachung des emotionalen, mentalen und sozialen Lebens.

Folgende Symptome treten häufig auf:

  • Gefühle wie Gleichgültigkeit, Einsamkeit und Desinteresse
  • Konzentration auf die eigene Person
  • Probleme bei sozialen Kontakten:
    • Vermeidung von Kontakten
    • übertriebene Bindung an eine bestimmte Person
    • ständige Suche nach interessanteren Kontakten

Verzweiflung

Im Endstadium des Burnouts erlebt der Betroffene existenzielle Verzweiflung. Die Einstellung zum Leben ist überwiegend negativ und das Gefühl der Hilflosigkeit und Niedergeschlagenheit verdichtet sich zur Depression. Zuletzt folgt totale Sinnlosigkeit, die oft im Suizid oder einem selbstverletzenden Verhalten endet.

Auszug aus dem Wikipedia Artikel: Burnout-Syndrom

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Ein guter Weg zur Burnout Prävention

Der beste Burnout ist der, den man gar nicht erst bekommt. Diese Binsenwahrheit führt zu den Faktoren, die eine Burnout Prävention erfolgreich machen können. Es fängt schon mit den elementaren physischen und psychischen Bedürfnissen wie ausreichendem Schlaf, Entspannungs- und Erholungsphasen, sowie der Kommunikation mit dem sozialen Umfeld wie Familie, Freunde und Arbeitskollegen an. Wir nehmen uns ein Blatt Papier und schreiben als erstes auf, wieviel Stunden wir schlafen. Dann folgen die Zeiten, in denen wir uns mit der Familie oder Freunden beschäftigen.Auch alle anderen Aktivitäten wie Fernsehen, Musik und Sport oder Spaziergänge werden notiert. Nehmen wir noch Arbeit mit nach Hause oder sitzen wir noch am PC, um etwas für den nächsten Tag vorzubereiten? Das schreiben wir natürlich auch auf.  Nun werten wir mal grob unseren Tagesablauf aus.

Haben wir mindestens 7 bis 8 Stunden Schlaf? Nur wer ausreichend Schlaf bekommt, kann gesund und leistungsfähig sein und bleiben.

Haben wir eine meist sitzende Tätigkeit, müssen wir für ausreichend Bewegung sorgen, also täglich einen Spaziergang (1/2 bis 1 Stunde) machen, oder walken bzw. Joggen gehen.

Besonders wichtig für jeden von uns ist die Kommunikation mit anderen Menschen, Gespräche über interessante Themen aber auch über irgendwelche auftretenden Probleme zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu finden, die diese Probleme aus der Welt schaffen, oder doch zumindest verbessern.

Arbeit mit nach Hause nehmen, kann in wenigen Fällen durchaus mal vorkommen, wird das allerdings zur Gewohnheit, ist es schädlich für alle Beteiligten und eigentlich auch verboten, denn in unserer Freizeit sind wir gehalten, das zu tun, was unsere volle Arbeitskraft erhält und stärkt. Davon kann also beim Arbeiten in unserer Erholungs -und Entspannungszeit nicht mehr die Rede sein. Chefs, die das erwarten oder sogar verlangen, verdienen diese Bezeichnung nicht, denn sie sollten wohl wissen, dass jede Ressource, auch die menschliche Arbeitskraft, irgend wann mal im wahrsten Sinne des Wortes erschöpft ist. Um die Prävention möglich zu machen, müssen wir aber auch selbst was tun.

Wir sollten uns jeden Tag ein paar Minuten Zeit nehmen und den Tag Revue passieren lassen. Was hat uns gefreut, was hat uns geärgert? Sind wir zufrieden oder tauchen ständig Probleme auf, die uns das Leben verniesen? Welche Probleme schaffen wir uns selbst  durch unser Verhalten und wie können wir das abstellen? Schon allein, wenn wir uns damit beschäftigen, wird uns einiges klarer werden und eine Lösung der Probleme ermöglichen. Wir sollten uns dazu auch die Beurteilung unserer Partner oder Freunde einholen, damit wir auch ihre Sicht der Dinge kennen und so vielleicht positive Änderungen erreichen können.

Zur Prävention eines Burnouts gehört natürlich auch eine harmonische Beziehung, sofern man nicht gerade Single ist. Das wichtigste an einer solchen Partnerschaft ist, dass man über alles reden kann und dies auch immer tun sollte. Das Wichtigste ist, dass man immer versucht, sich in seinen Partner hinein zu versetzen und sein Verhalten nachzuvollziehen. Ist man unzufrieden oder hat bestimmte Wünsche, so sollte man dies dem Partner auch ruhig erklären, meistens ergibt sich dann eine schnelle Lösung, oder zumindest ein guter Kompromiss. So ist eine erfolgreiche Prävention des Burnouts relativ einfach.

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