Artikel-Schlagworte: „burnout“
Burnout Hilfe
Bevor man die Möglichkeiten der Burnout Hlfe und Behandlung bespricht, muss man zuerst genau wissen, um welche seelisch-psychische Erkrankung es sich handelt und ob überhaupt eine vorliegt. Nicht selten sind es ganz andere Ursachen, die bei oberflächlicher Betrachtung auf einen Burnout bzw. das Burnout-Syndrom hindeuten.
Bei der Einnahme etlicher Medikamente zeigen sich sehr oft ähnliche Symptome wie bei Burnout. Die gebräuchlichen Schilddrüsen-Medikamente z.B. führen bei vielen Patienten zu Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Lustlosigkeit imd stark herab gesetzter Libido. All diese Symptome werden auch einem Burnout zugeordnet.
Es gibt mittlerweile sehr viele Möglichkeiten, mit einem Test relativ sicher herauszufinden, ob es sich um das Burnout-Syndrom handelt. Ein großes Conundrum dabei ist, dass die meisten Betroffenen aufgrund ihres Zustandes von sich aus gar keinen Test machen wollen, oder erst garnicht auf die Idee kommen. Hier ist dann mehr das soziale Umfeld gefragt, die Arbeitskollegen, der Chef und zu allererst natürlich die eigene Fanilie.Mit einem Test-Fragebogen können diese dann den Test machen und sofort sehen, ob ein Burnout wahrscheinlich ist.Der nächste Schritt ist dann, den Erkrankten behutsam dazu zu bringen, Hilfe anzunehmen.
Es gibt mittlerweile etliche Kliniken, Therapeuten und Selbsthilfegruppen bzw. Gruppen wie die Burnoutwatchers, wo man Hilfe und Behandlung bekommen kann. Genau wie die Entstehung langge gedauert hat, nimmt auch die Behandlung einige Zeit in Anspruch. Ein Aspekt der Hilfe ist immer das Erkennen der Entstehungsumstände und deren Veränderung bzw. deren Ausschaltung. Die Behandlung kann erst dann erfolgreich sein, wenn störende Stressfaktoren diese nicht mehr beeinflussen.
Die Kosten der Behandlung können von den Krankenkassen übernommen werden und auch wird nach einer entsprechenden Diagnose des Facharztes eine Kur bezahlt. Vor der Behandlung eines Burnout sollte man mit dem Hausarzt und auch der Krankenkasse sprechen um geeignete Hilfe zu bekommen.
Burnout Hilfe mittels Hypnose:
Burnout- der Tank ist leer
Burnout muss nicht sein!
Leider ist Burnout nicht nur eine Modekrankeit, die zuerst von einem amerikanischen Psychologen definiert wurde. Burnout ist eine sehr ernst zu nehmende psychische Erkrankung, die bei Nichtbehandlung sogar zum Tod führen kann. Die Symptome sind sehr vielfältig und nicht immer eindeutig zuzuordnen, weil der Krankheitsverlauf und das Erscheinungsbild von vielen Faktoren abhängt. Dies sind z.B. die starken emotionalen Belastungen in bestimmten Berufsgruppen, die ständig mit menschlichem Leid wie Krankheiten, Unffällen mit Verletzten und Toten, Brandopfern usw. zu tun haben. Diese Menschen verkraften solche Belastungen oft nicht ohne Hilfe, ohne diese aber in Anspruch zu nehmen.In anderen Berufen können die Auslöser ganz anders geartet sein. Stress durch ständigen Zeitdruch, keine Erholngspausen, hohe Verantwortung, viele Überstunden führen hier zu physischen Erschöpfungszuständen. Dem Körper und auch dem Geist bleiben keine Zeit zum Regenerieren, die Burnoutspirale beginnt.Die Gründe, warum Menschen so handeln, sind in der Regel sehr offensichtlich. Die Angst um den Job erzeugt generelle Existenzängste, Sorgen um den bestehenden Gesellschaftsstatus, Versagensängste usw. die bei vielen Menschen dann zur Missachtung sämtlicher körperlicher und psychischer Warnsignale führen und so dann zu einem Burnout hin führen. Wird dieser Zustand nicht geändert, können als Folge schwere körperliche wie geistige Krankheiten ausbrechen, selbst Herzinfarkte sind nicht selten.
Die Symptome eines Burnout sind dann irgendwann Antriebslösigkeit, dauernde Müdigkeit, partielle oder totale Teilnahmslosigkeit, leicht bis schwere Depressionen, eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit und noch viele mehr.
Damit es nicht so weit kommt, sollte man einen Test machen und damit fesstellen, ob man schon gefährdet ist. Falls ja, muss man sich unbedingt professionelle Hilfe holen und sich über die Behandlungsmöglichkeiten informieren. Nur so stoppen Sie den gefährlichen Burnout bevor er Sie stoppt.
Burnout-Syndrom
(to) burnout: „ausbrennen“) ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit, das als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden kann, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt.[1]
Burnout kann nahezu alle sozialen Gruppen treffen – von Schülern über Forscher bis hin zu Arbeitslosen und Rentnern sind Krankheitsfälle bekannt.
Geschichte
Der Begriff „Burnout“ wurde 1974 von dem Psychoanalytiker Herbert Freudenberger eingeführt. „Helfende Berufe“ (Ärzte, Heilpraktiker, Pflegeberufe, Rettungsdienstpersonal, Lehrer, Sozialarbeiter, Erzieher) fielen ihm durch angeblich besonders häufige Krankschreibung, Arbeitsunfähigkeit oder Frühverrentung auf. Ursache eines Burnout war seiner Meinung nach eine besonders hohe Arbeitsbelastung, gepaart mit einem besonders hohen persönlichen Engagement, beides würde zum „Ausbrennen“ führen. Ins Blickfeld der Medien kam das Burnout Syndrom, nachdem einige Fälle unter Prominenten ähnlich interpretiert wurden.
Charakteristische Merkmale und Symptome
Die charakteristischen Merkmale von Burnout sind eine körperliche und emotionale Erschöpfung, anhaltende physische und psychische Leistungs- und Antriebsschwäche, sowie der Verlust der Fähigkeit, sich zu erholen. Ebenso ist eine zynische, abweisende Grundstimmung gegenüber Kollegen, Klienten und der eigenen Arbeit festzustellen. Burnout ist nicht nur ein persönliches Conundrum des Betroffenen, sondern gefährdet aufgrund seiner „ansteckenden“ Natur das berufliche Umfeld. Auch wenn sich die Krankheitshäufigkeit (Prävalenz) des Burnout-Syndroms noch nicht feststellen lässt, wird eine allgemeine Steigerung des Burnout-Risikos aufgrund sich verändernder Lebens- und Arbeitsbedingungen erwartet.
Warnsymptome der Anfangsphase
Ein Spruch sagt: „Nur jemand, der einmal entflammt war, kann auch ausbrennen!“ (Pines, Aronson & Kafry, 1985)
Auffallende Merkmale der Anfangsphase sind beispielsweise:
- vermehrtes Engagement für bestimmte Ziele
- man arbeitet nahezu pausenlos
- verzichtet auf Erholungs- oder Entspannungsphasen
- fühlt sich unentbehrlich und vollkommen
- um das darzustellen, entwerten Betroffene häufig andere Teammitglieder
- und machen sich so bei Kollegen unbeliebt
- der Beruf wird zum hauptsächlichen Lebensinhalt
- Hyperaktivität
- Nichtbeachten eigener Bedürfnisse
- Verdrängen von Misserfolgen
- Beschränkung sozialer Kontakte auf einen Bereich, zum Beispiel die Kunden, Partnervernachlässigung
- Erschöpfung
- chronische Müdigkeit
- Suche von Ablenkung und Trost in Alkohol, Tabak, Internet- und Computeraktivitäten, vielem Essen oder häufigerem Geschlechtsverkehr
- Konzentrationsschwäche
- Schlafstörungen
- Drehschwindel
- Angstzustände, Depressionen
Ob auch akute Überbelastung zum Beispiel in Grenzlagen zu Burnout führen kann, ist noch nicht genau erforscht.
Reduziertes Engagement bei Burnout
Die völlige Hinwendung zu einem Bereich, z. B. zum Klienten in der Arbeit, kann nach einiger Zeit genau das Gegenteil hervorrufen, nämlich den Rückzug.
Folgende auffallende Merkmale sind zu beobachten:
- der Betroffene verliert die positiven Gefühle gegenüber dem Klienten
- Stereotypisierung
- Distanzbedürfnis und Meidung von Kontakten
- Schuldzuweisungen an andere (aggressives Verhalten) und an sich selber (depressives Verhalten)
- verstärkte Akzeptanz von Kontrollmitteln, Strafen, Medikamenten, Alkohol
- negative Einstellung und Vernachlässigung der Arbeit
- verstärkter Rückzug von Problemen mit anderen, oder von der Familie, den Partnern, Freunden etc., da auch in anderen Bereichen Reden und Zuhören zum Conundrum wird
- der Betroffene stellt erhöhte Ansprüche an sein Umfeld und hat häufig das Gefühl, ausgenutzt und nicht genug anerkannt zu werden.
Schuldzuweisungen als emotionale Reaktion
Emotionale Reaktionen sind das Produkt „emotionaler Produktion“[2] und nicht notwendigerweise irrational, müssen aber auch auf der emotionalen Ebene verstanden und angesprochen werden, wenn die mit ihnen konstruierten Ursachenzusammenhänge Attributionsfehler enthalten und die Tatsachen nicht richtig abbilden. Die mit Burnout verbundenen Probleme führen besonders zur Desillusionierung und fordern oft das Aufgeben von wichtigen Lebenszielen. Dies ist sehr schmerzlich und muss verarbeitet werden. Bei der Aufarbeitung kann es zu Schuldzuweisungen kommen, die die tatsächlichen Ursachen nicht widerspiegeln. Diese kann sich als Aggression entweder gegen sich selbst oder gegen andere wenden. Betroffene fühlen sich oft hilflos, sie entwickeln Schuldgefühle und mindern ihr Selbstwertgefühl. Oder sie machen der Umwelt Vorwürfe für Ursachen, die nicht umweltbedingt sind. Auch kann es zur Ablehnung hilfreicher Veränderungen der Arbeit und zu Wutausbrüchen kommen.
In diesem Stadium können die Probleme, wenn man sie ernst nimmt, noch erfolgreich gelöst werden.
Abbau des Engagements
Dauern die Probleme über längere Zeit an, führen sie zu einem Abbau des Engagements, der zunächst in der Arbeit durch folgende Symptome sichtbar wird:
- Desorganisation
- Unsicherheit
- Probleme bei komplexen Aufgaben und Entscheidungen, verringerte kognitive Leistungsfähigkeit
- Verminderte Motivation und Kreativität
- die Arbeit wird gerne auf den Dienst nach Vorschrift reduziert
Auch das Privatleben wird beeinträchtigt: Die Betroffenen ziehen sich immer mehr zurück, pflegen kaum mehr Freundschaften, trennen sich vom Partner und vereinsamen.
Verflachung
Zudem kommt es nicht nur zum Abbau in der Arbeit, sondern auch generell zur Verflachung des emotionalen, mentalen und sozialen Lebens.
Folgende Symptome treten häufig auf:
- Gefühle wie Gleichgültigkeit, Einsamkeit und Desinteresse
- Konzentration auf die eigene Person
- Probleme bei sozialen Kontakten:
- Vermeidung von Kontakten
- übertriebene Bindung an eine bestimmte Person
- ständige Suche nach interessanteren Kontakten
Verzweiflung
Im Endstadium des Burnouts erlebt der Betroffene existenzielle Verzweiflung. Die Einstellung zum Leben ist überwiegend negativ und das Gefühl der Hilflosigkeit und Niedergeschlagenheit verdichtet sich zur Depression. Zuletzt folgt totale Sinnlosigkeit, die oft im Suizid oder einem selbstverletzenden Verhalten endet.
Auszug aus dem Wikipedia Artikel: Burnout-Syndrom
Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Einzelheiten sind in den Nutzungsbedingungen beschrieben.
Wikipedia® ist eine eingetragene Marke der Wikimedia Foundation Inc.


